Lothar J. Ratschke
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Big (Karate-Do) Family – im Mai 2011 auf Mallorca!

Wenn man im leicht verträumten Touristenort Ca’n Picafort eine Attraktion nicht verpassen will, sollte man vormittags an der Promenade stehen und den Ausblick genießen. Den Aus-blick auf die grandiose Bucht im Norden Mallorcas mit ihrem glasklaren Wasser und auf die Berge, die sie umschließen. Und auf eine Gruppe von weiß gekleideten Menschen, die sich jeden Vormittag mit viel Disziplin, aber auch mit viel Liebe gegenseitig schlagen, treten und in den Sand werfen.
Dieser Eindruck muss sich den meisten Menschen eröffnen, wenn sie die Karategruppe um Sensei Lothar J. Ratschke (6. Dan) beobachten, die sich alljährlich Anfang Mai und Mitte Oktober auf Mallorca zu einem außergewöhnlichen Karateseminar trifft.
Nun, in verführerisch-malerischer Kulisse Karate zu üben, und hier und da sogar Szenenap-plaus zu bekommen (diesen Jahr wirklich geschehen), mag nichts außergewöhnliches sein. Auch sind die einen oder anderen Techniken im tiefen Sand nicht immer so perfekt, ganz davon zu schweigen, dass der Altersdurchschnitt jeglichem Leistungssport entwachsen ist. Aber dennoch fasziniert viele der Anblick und sie schauen gebannt zu.
Was macht uns besonders? Nun, wir üben diszipliniert und ernsthaft, aber nicht verbissen und haben auch unseren Spaß. Da akzeptiert man auch mal, dass man von einem weitaus Älteren in den Sand geworfen wird, oder dass man aber zum Lehrer wird, wenn sein gegen-über noch nicht so weit ist. Dann verzichtet man gern aufs eigene Üben.
Eine Woche lang intensives Karatetraining bedeutet aber auch, dass man viele liebe Men-schen wiedersieht, sie besser kennen lernen darf, Erfahrungen austauscht, Sorgen und Nöte miteinander teilt oder auch Ratschläge geben kann oder erhält. Oft reicht die Woche dafür noch nicht einmal aus. Bei einem Seminar zwischen 50 und 80 Teilnehmern möchte man keinen verpassen oder zu kurz kommen lassen. Wie muss es da erst unserem Sensei gehen? Auch er möchte jedem einem Tipp geben, über seine Technik schauen, verbessern oder auch loben. Und auch außerhalb des Trainings erfahren, wie es ihm ergangen ist, seit er ihn das letzte Mal gesehen hat. Leider reichen da auch die Nächte in der „Jamaika-Bar“ mit ihren leckeren Cocktails nicht aus, vor allem, wenn man nächsten früh um halb 8 am Strand stehen will, um den Frühsport nicht zu verpassen. So hat sich unser Sensei dieses Jahr Verstärkung geholt. Sein Schüler und den meisten von uns gut bekannter Veit Neblung (4. Dan) hat uns „harte“ Karate-Ka’s in eine Tai-Chi Form eingeführt. Mit seiner Erfahrung auf beiden Gebieten, der „harten“ und der „weichen“ Kampfkunst, hat er es vermocht, uns eine neue Facette im Schmelztiegel der Kampfkunst zu eröffnen.
Viele von uns sind bereits Dan-Träger, sind selber Trainer und haben eigene Dojos. Damit haben wir auch eine große Verantwortung übernommen, die unser Sensei gerne mit uns teilt. So lag auch einer seiner Schwerpunkte dieses Jahr auf dem Weitergeben von Lehrme-thoden.
Und mit einem Zitat von ihm möchte ich schließen:
„Man sollte sich überlegen, ob man auf Lehrgänge geht, wo man Neues lernen muss oder auf solche, wo man bereits Erlerntes vertiefen darf.“
Neugierig geworden?

Informationen unter:
www. hatamoto.de

Verfasser: Katrin Tschanz
Karate Dojo Hatamoto e.V.
www.karate-bessenbach.de