Lothar J. Ratschke
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7. Karate-Do-Seminar mit Lothar Ratschke in Böhl-Iggelheim am 14.11.2009 Fotos
Der Karateabteilung der VT Böhl unter Leitung von Axel Becker war es zum 7. Mal in Folge gelungen, Meister Ratschke ein Seminar aus seinem sehr eng gestrickten Terminkalender abzuringen.
Meister Lothar Ratschke war Schüler des verstorbenen Shihan Taiji Kase, der wiederum selbst Schüler von Meister Funakoshi Gichin und seinem Sohn Yoshitaka war. Somit steht Lothar Ratschke Shihan durch die ihm von seinem Meister mit Erwerb des 6. DAN zugewiesene Lehrberechtigung in direkter Nachfolge in der Linie zum Stilrichtungsgründer des Shotokan -Ryu Meister Funakoshi.
67 Teilnehmer, viele aus den angrenzenden Bundesländern Hessen und Baden-Württemberg, fanden sich am 14. November in der Wahagnishalle ein. Bereits die 1. Einheit für die Unterstufe war mit 40 Teilnehmern sehr gut besucht. Thema war es, biomechanische Vorgänge im Körper am Beispiel der Grundtechniken Gedan-Barai, Age-Uke und Mae-Geri verstehen zu lernen, um mit diesem Wissen die Ausführung der Techniken zu verbessern. Ein weiteres Thema in der 2. Unterstufeneinheit war die Kata Heian Nidan mit Anwendung. Zahlreiche Dan-Träger und Braungurte, oftmals selbst Trainer in ihren Vereinen, ließen keine der 4 Trainingseinheiten aus. So konnten sie sowohl ihre technischen, aber auch didaktischen Kenntnisse zur Wissensvermittlung vertiefen.
In der Oberstufe wurden sehr anspruchsvolle Kihon-Formen, wie beispielsweise Zuki-Wasa mit unterschiedlichen Ständen, vor- und rückwärts sowie in verschiedene Richtungen geübt. Aus Teilen der Kata Nishoshiho wurden Genki-Bunkai-Modelle geübt. Diese Übungen wurden anschließend zur Selbstverteidigung gegen „natürliche Angriffe“ wie Schwinger oder low-kicks eingesetzt. In der letzten Einheit wurden dann abschließend Arbeitsgruppen gebildet, die die Aufgabe hatten, selbständig eine Bunkai aus einem vorgegebenen Abschnitt der vorgenannten Kata zu erarbeiten.
Dieses Seminar mit Meister Ratschke war erneut mit hohen Ansprüchen an die Teilnehmer gerichtet. Viele Themen zeigten auch erfahrenen Karatekas ihre Grenzen in Aufnahmefähigkeit auf, weil sie erst mit nachträglicher Beschäftigung des Gelehrten verstanden und umgesetzt werden können. Aber gerade erfahrenen Teilnehmern ist bewußt, daß ein Karate-Seminar letztlich nur Hilfe zur Selbsthilfe sein kann.
Sowohl dem Meister für die Durchführung des Seminars, als auch den Karatekas, insbesondere den aus über 200 Kilometer Entfernung angereisten, gilt unser herzlicher Dank für ihre Teilnahme.
Gerd Huentz, VT Böhl-Iggelheim